35. bis 38. HÖHENFLUG

Was für ein Wetter-Glück! Am Samstag 08.09.2018 sagte die Wetter-Prognose, nach drei Wochen des Wartens, wieder Flugwetter. Es soll sogar an unserem Hausberg, dem Weissenstein, fliegen. Ich freute mich sehr auf diesen Tag, denn nun habe ich ja meinen eigenen Flugrolli, mit welchem das Flugerlebnis noch intensiver und schöner ist als mit dem Schulungs-Rolli. Heute stand also mein erster Start mit meinem eigenen Rolli am Weissenstein auf dem Programm. Wir fuhren hoch mit der Bahn und begaben uns an den Startplatz. Auch vor Ort waren die Bedingungen super. Also habe ich mich umgehend auf meinen Start vorbereitet und mein Rolli bereit gemacht. Nachdem ich den Flügel sauber ausgelegt hatte stieg ich in meinen Stuhl und die Starthelfer unterstützten mich bei den letzen Handgriffen. Als der Wind passte gab ich das Kommando zum los lassen und ich rollte an. Ein schönes Gefühl dies in meinem eigenen Stuhl zu erleben. Der Flügel stieg schön gerade, und kurze Zeit später war ich auch schon in der Luft. Was für ein magischer Moment :)

 

    

 

Als Manöver wollte ich heute den Seiten-Klapper üben. Nachdem die eine Seite des Flügels bewusst nach unten gezogen wird damit die Strömung auf dieser Seite abreisst, gilt es die noch fliegende Seite so zu stabilisieren, dass man immer noch gerade aus weiterfliegt. Dies ist in meinen Augen ein sehr wichtiges Manöver. Denn es kann passieren, dass man so ein Klapper auch unfreiwillig während des  Fliegens,  z.B. beim Verlassen einer starken Thermik, kassiert.  Durch das Üben lernt man wie man in so einer Situation reagieren muss, damit man Herr der Lage bleibt. Da ich heute das Manöver zum ersten mal fliege, war ich innerlich durchaus angespannt. Ich flog mit viel Höhe raus und dann kam auch schon der Funkspruch: Ok Simon du hast viel Höhe. Verlagere dein Gewicht nach links und zieh danach den rechten A-Tragegurt nach unten. Gesagt getan. Zu  meinem Erstaunen flog ich mehr oder weniger gerade aus weiter :) Anschliessend flog ich eine Weile so weiter und gab danach die rechte Seite des Flügels wieder frei. Ich war happy dieses Manöver geflogen zu haben. Denn mir wurde klar, nicht der Klapper ist gefährlich, sondern die lähmende Angst vor dem Klapper. Natürlich übten wir das gleich nochmals und nochmals. Es war für mich eine sehr Wertvolle Erfahrung, welche mir für zukünftige Flüge noch mehr Sicherheit geben wird, da ich nun am eigenen Leib erfahren habe wie man in so einer Situation die Kontrolle über den Flügel behält.

Der zweite Flug an diesem Tag war noch ein 30min Thermikflug welcher ich in vollen Zügen geniessen konnte :)

Am Sonntag waren die Bedingungen noch besser :D Auch am Sonntag konnte ich zwei Flüge absolvieren. Im ersten Flug übte ich den Doppelkreis, dieser gelang nicht schlecht. Im zweiten Flug hiess das Moto: Schau mal wie lange du oben bleiben kannst:)  Zuerst sah es nicht nach einem langen Flug aus, da ich es am Vorberg etwas vergeigt hatte. Ich fand aber noch Anschluss am "Bähndli SChluch" wodurch ich sogar den Startplatz überhöhen konnte :D Das erste Mal überhaubt :D Das war gigantisch für mich :D

 

    

 

Anschliessend erhielt ich die Freigabe vom Fluglehrer rüber zur Hasenmatt zu fliegen da ich "Atom " hoch war. Ok, es ist natürlich ein Katzensprung vom Weissenstein zur Hasenmatt zu fliegen, für mich war das aber eine ganz neue Erfahrung eine "Strecke" zu fliegen. Zuerst zögerte ich, denn ich hatte immer noch schönes steigen. Doch dann verliess ich den Schlauch und flog rüber :)  Anschliessend konnte ich sogar die Hasenmatt überhöhen. Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl :)

Nach 1h Flugzeit bin ich dann wieder sicher in Oberdorf gelandet. Ich strahlte übers ganze Gesicht :D Mein erster richtiger Thermikflug, mit einer kurzen Strecke und das Ganze noch in meinem eigenen Rolli :D Ich war wohl der Glücklichste Mensch auf Erden an diesem Tag :)

  

Mehr Eindrücke findest du im Viedo:

 

33. und 34. HÖHENFLUG

Der Sonntag 19.08.18 war ein ganz besonderer Tag für mich. Denn an diesem Tag stand der erste Höhenflug mit meinem eigenen Rolli auf dem Programm. Auf diesen Moment habe ich über ein Jahr gewartet und nun ist es endlich soweit :D Vor einem Jahr hatte ich den Entschluss gefasst, einen eigenen Rolli zu kaufen welchen ich für meine Aktivitäten am Boden wie auch in der Luft benützen kann. Anschliessend folgte das Crowdfunding und die weitere Sponsorensuche wodurch mein Traum vom eigenen, nicht ganz billigen, Rolli in Erfüllung ging.

Ich war ziemlich nervös an diesem Tag, denn ich wusst das Starten und Landen wird anders sein als wie bisher mit dem Schulungsrolli. Denn einerseits ist die Sitzfläche viel höher und andererseits ist der Radstand schmaler bei meinem Rolli. Somit ist die Kipp-Tendenz durchaus höher. Wenn jedoch der Flügel schön sauber ausgelegt wird und sich der Rolli genau in der Mitte des Flügels befindet ist das alles kein Problem. Wichtig ist der Starthelfer, welcher den Stuhl symmetrisch und im richtigen Moment loslassen muss. Da dies mein erster Start mit diesem Rolli war, war für mich die Starthelferwahl sehr wichtig. Ich habe mich für Leonie entschieden. Sie hat mich zwar noch nie am Startplatz los gelassen, jedoch war ich mir sicher das sie dass super machen wird. Wir waren an diesem Tag in Mauborget, wo sich ein idealer Startplatz für Rolli-Piloten befindet. Bessere Voraussetzungen für den ersten Flug mit meinem eignen Rolli waren nicht möglich.

 

    

 

Nach einer Kurzen Starthelfer-Einweisung von mir, machten wir uns bereit für den Start. Wir waren soweit und der Wind kam schön von vorne, also packten wir gleich unser Glück und auf mein "los lah" rollte ich los. Der Flügel stieg schön symmetrisch und zack war ich auch schon in der Luft. Dies Fühlte sich zu Beginn etwas ungewohnt an, da ich den Stuhl garnicht spürte. Beim Schulungsrolli wurde man beim Start regelrecht in den Sitz gepresst. Bei meinem Rolli ist das gerade umgekehrt, es fühlt sich an als wird man aus dem Stuhl gehoben und der Stuhl bleibt da. Beim Rausfliegen war ich dann etwas unruhig dies legte sich aber schell wieder :) Ab dann ging es wie auf schienen durch die Luft :D Der Flügel reagiert viel schneller aufgrund des kompakten Rollis und die Kurven lassen sich einfacher fliegen. Was für ein tolles Gefühl. Ich flog raus zum Landeplatz, machte ein Doppelkreis und eine selbstständige Landeeinteilung. Der erste Flug habe ich mit einer Landung nur knapp am Kreis vorbei beendet. Jedoch hatte ich den Flügel vor dem Aufsetzen etwas  fest auf der Bremse wodurch die Landung nicht ganz sanft wurde. Aber ich bin nicht gekippt :) Nach diesem Flug war ich überglücklich :D Es war für mich ein sehr emotionaler Moment und ich habe mich sehr gefreut, diesen mit meiner Starthelferin Leonie und den Anderen Flugschülern teilen zu dürfen.

Anschliessend folgte noch ein zweiter Flug. Bei dem lag der Schwerpunkt auf einem guten Start und ein ruhiges Rausfliegen.  Ausserdem vor dem Aufsetzten den Flügel fliegen lassen, damit die Landung schön sanft wird. Die vorgenommenen Punkte konnte ich alle problemlos umsetzten :) Am Hang fand ich auch noch einen Thermikschklauch und ich konnte noch etwas Höhe mitnehmen. Was für ein toller Schulungstag!

 

    

31. und 32. HÖHENFLUG

Was für ein schöner Tag dieser 29.07 ! An diesem Tag sind wir einmal mehr diese Saison, mit der FLUSO auf den Weissenstein gereist. Die Vorhersage war super. Neben aufwind am Startplatz wurden auch thermisch gute Bedingungen prognostiziert. Meine fleissigen Leser wissen ja bereits, dass ich schon zwei Mal bei thermisch guten Bedingungen den Schlauch nicht erwischt habe. Doch an diesem Tag soll es anders werden :) Am Startplatz herrschte viel Betrieb, wodurch der nächste freie Start-Slot als erster zu erreichen und sein Flügel auszubreiten, fast zu einer separaten Sportart wurde ;-) Die Stimmung am Startplatz war aber dennoch super. Der Rummel machte mir auch nichts aus und ich freute mich sehr auf meinen Start. Sogar das ich heute zwei neue Starthelfer hatte, also zwei die noch nie einen Rolli am Startplatz los gelassen haben, konnte mich nicht aus der Ruhe bringen. Nach einem kurzen Briefing ging es denn auch schon los. Der Start verlief grossartig! Bereits nach kurzer Zeit hob ich ab.

 

   

 

Beim ersten Flug war zuerst Thermikfliegen und dann Doppelkreis vorgesehen. Heute wollte ich es mit dem Thermikfliegen packen. Am Vorberg angekommen ging es zu meinem Erstaunen oberhalb der Felsen vor der Antenne nicht hoch. Ich musste die Thermikblase gleich verpasst haben. Also flog ich weiter nach Westen Richtung Seilbahn. Da sollte meines Wissens auch die Wahrscheinlichkeit hoch sein um eine Thermik zu erwischen. Dank dem Fliegen an der Klippe von der Isle of Wight wusste ich nun genau bei welcher Handstellung sich meine geringste Sinkgeschwindigkeit befindet. Ich spürte dass sich eine Thermik vor mir befindet und nahm die Hanstellung des Geringsten Sinkens ein. Und siehe da es ging nach oben :D Als ich dann oberhalb des Bergkammes war begann ich in den Schlauch einzudrehen und es stieg weiter und weiter. Was für ein tolles Gefühl! Irgendwann hatte ich allerdings nicht mehr sauber zentriert und es ging wieder etwas runter. anschliessend bin ich überglücklich Richtung Landeplatz Oberdorf geflogen und habe den Doppelkreis geübt. Anschliessend folgte noch eine Selbständige Landeeinteilung.

 

   

 

Nach gut 30min. Air-Time bin ich in Oberdorf wieder gelandet. Was für ein schöner Flug. Mein erster richtige Thermik-Flug :D Ich war überglücklich 

 

 

An diesem Tag konnte ich auch noch einen zweiten Flug machen, dieser war ebenfalls super, jedoch nicht mehr so lange. Ich konnte aber noch das Ohren-Anlegen üben und erneut das Peilen für die Landeeinteilung.

 

Im Juni war es soweit der Höhepunkt meiner Flugsaison 2018 stand auf dem Programm. Nämlich die Flugreise nach Süd-England auf die Isle of Wight. Ich war bereits letztes Jahr mit dabei und es war einfach eine unglaublich schöne Zeit. Letztes Jahr ging es bei mir weniger ums Fliegen - hatte erst wenige Höhenflüge - mehr ums endlich wider einmal nach 10 Jahren in die Ferien fahren. Daher wusste ich bereits im Vorfeld, auch wenn es wetterbedingt nicht fliegen sollte, gibt es auf der Insel eine Menge zu erleben. Denn schon nur die Landschaft finde ich einzigartig. Ich freute mich sehr auf diese zwei Wochen Ferien in England.

 

   

   

 

Wir hatten sehr schönes Wetter, doch leider waren zu Beginn keine fliegbaren Bedingungen dabei. Denn es hatte - ganz atypisch für diese Insel - zuwenig Wind um soaren zu können. Also haben wir uns am Boden, z.B. mit einer Rolli-Bergabfahrt amüsiert :D Den Beitrag findest du hier Wheelchair-Downhill Isle of Wight 2018. Naja, der Arzt sagt ja auch immer, man solle darauf achten, dass man am Abend herunterfahren kann ;-) :D

Nach 11 Tagen des Wartens auf fliegbare Bedingungen meinte es Petrus gut mit uns, nein sogar sehr gut. Es war Klippen-Fliegen angesagt :D An diesem Tag konnte ich zwei Flüge machen mit insgesamt über 1h Air-time :D Das entschädigte für alles, es war einfach unglaublich schön :)

 

   

 

Auf die zwei Top-Landungen war ich besonders stolz, denn letztes Jahr bin ich von der Klippe an den Beach geflogen. 2min Air-time mit Landung am Beach, das wars. Da ist doch eine deutliche Steigerung erkennbar:D

Am Tag unserer Abreise waren die Bedingungen ebenfalls super um an der Klippe zu fliegen. Da wir erst am Nachmittag abreisten war am Morgen noch Zeit um fliegen zu gehen. Jedoch mit einer klaren Vorgabe. Absauffen verboten! Wir hatten schlicht zuwenig Zeit um vom Beach hoch zu laufen, denn wir mussten rechtzeitig unsere Fähre erwischen. Aber Absauffen war an diesem Tag aber sowieso kein Thema, es flog wunderschön. Der Wind stand super an der Klippe an und es ging hoch. An diesem Tag konnte ich ebenfalls 2 Flüge machen mit insgesamt fast 2h air-time und Top-Landung :D Was gibts schöneres :D

 

Mehr Eindrücke findest du hier im Video:

23. und 24. HÖHENFLUG

Petrus meinte es in letzter Zeit wirklich gut mit uns. Denn auch am 26.05 sah es erneut nach einem super Flugtag am Weissenstein aus. Natürlich liesen wir uns da nicht zweimal bitten und machten uns auf den Weg zum Startplatz Weissenstein auf unserem Hausberg. Die Bedingungen waren wie gemäss Vorhersage sehr gut. Also machte ich mich bereit für meinen Start. Nachdem ich den Flügel sauber ausgelegt und die Leinen sortiert hatte fehlte nur noch der Rolli zum einsteigen. Dieser haben mir meine Starthelfer, Marco und Jane, an den richtigen Ort geschoben. Anschliessend bin ich in den Rolli eingestiegen und nach dem Einhängen der Rettung und des Flügels ging es auch schon los. Der Wind passte, also gab ich Marco das Signal zum Loslassen des Rollis. Es rollte den Hang hinab, der Flügel stieg gerade in der Linie und kurze Zeit später hob ich auch schon ab.

 

    

 

Beim Rausfliegen hatte ich die Piloten am Vorberg beobachtet wo sie in der Thermik empor steigen. Mein Ziel war es ebenfalls am gleichen Ort durch zu fliegen um möglichst viele Höhe am Vorberg entlang Richtung Westen mitzunehmen. Doch aus diesem Vorhaben wurde leider nichts. Beim Rausfliegen links von der Antenne bin ich an den Rand des Schlauches gekommen, welcher gerade vor der Antenne ab ging und weil ich den Flügel etwas locker angebremst hatte wurde es kurzzeitig ziemlich turbulent. Zudem hat es mich nach links abgetrieben. Leider habe ich dabei an wertvoller höhe verloren und der anschliessende Versuch am Vorberg in die Thermik einzusteigen ist  auch misslungen. Also ging es bereits langsam aber sicher Richtung Landeplatz. 

 

    

 Mit der Landeeinteilung war ich eigentlich, an den für mich neuen Landeplatz, zufrieden. Jedoch ist mein Endanflug etwas lang ausgefallen. 

An diesem Tag gab es auch noch einen zweiten Flug. Bei diesem habe ich noch die Manöver Ohren anlegen und Doppelkreis geübt. Die Manöver sind mir sehr gut gelungen und auch bei der Länge des Endanfluges war eine Verbesserung sichtbar :)
Alles in allem ein sehr lehrreicher Schulungstag mit wichtigen Erkenntnissen, welche mir zukünftig helfen werden.

 

Im Video sind die beschriebenen Erlebnisse von meinem ersten Fug an diesem Tag bildnerisch festgehalten :)

 

22. HÖHENFLUG

Was für ein schöner Sommertag. Schön warme Temperaturen, Freizeit und das beste es ist Höhenflugtag :) Kurzerhand packten wir am morgen unsere Sachen und begaben uns gemeinsam auf den Weissenstein. Da waren wir allerdings nicht die einzigen mit dieser Idee. Der Startplatz war sehr gut besucht.  Mit dabei war auch noch ein zweiter Rolli-Schüler welcher vor mir startete. Als dann sein Slot zum Starten frei wurde packte ich meine Chance und begann mein Flügel auszubreiten. Die Stimmung am Startplatz war super. Als ich dann bereit war ging es los. Der Start verlief problemlos, dies nicht zuletzt dank meinen tollen Starthelfern Patrick und Sandra, welche einen super Job gemacht haben :) Beim Rausfliegen beobachte ich Piloten welche in der Thermik empor stiegen. Das möchte ich auch, dachte ich mir, und versuchte es ihnen gleich zu tun. Leider hat es bei mir nicht richtig geklappt. Von aussen schien es so, als wollte ich die Thermik gekonnt umfliege, habe ich mir sagen lassen, hehe.

Naja, dann entschied ich mich frühzeitig raus Richtung Landeplatz zu fliegen. Auf dem Programm stand nämlich an diesem Tag noch eine selbstständige Landeeinteilung. Ich kam mit ziemlich viel Höhe an der Position an, was mir eine saubere Einteilung ermöglichte.

 

 

Die Landung ist - ohne Korrekturen durch den Flufglehrer und starkem Sinken- ziemlich gut geglückt :) Ich war sehr zufrieden und freute mich auf ein kühles Lande-Bier :)

Mehr im Video:

 

Im Mai 2018 reisten wir vier Tage in die bayrischen Alpen gereist. Die Vorfreude auf diese Flugreise war bei mir riesig. Letztes Jahr hatten die Teilnehmer riesiges Wetterglück und konnten alle vier Tage Fliegen. Mit uns meinte es Petrus nicht so gut. Bereits bei der Abfahrt war klar, die nächsten Tage sieht es nicht rosig aus was fliegbare Bedingungen angeht. Dies konnte jedoch nur bedingt auf die Stimmung schlagen. Denn es muss nicht immer fliegen um eine schöne Zeit miteinander zu haben :) Ausserdem war das meine erste Reise mit meinem eigenen Rollstuhl, für neue spannende Erfahrungen war also schon mal vorgesorgt.

Als wir in München ankamen entschieden wir kurzerhand den Olympia Turm zu besuchen. Die Aussicht war sehr schön, fast wie beim Fliegen ;)

 

    

 

Mich persönlich interessierte natürlich noch das Rock Museum welches sich direkt im Olympia Turm befindet. Nach der Besichtiigung reisten wir weiter in unsere Unterkunft Concordia am Tegernsee. Eine sehr schöne Unterkunft für Rollstuhlfahrer und Fussgänger.

In den nächsten Tage hatten wir doch noch besseres Wetter als die Prognose vorhergesagt hat und wir konnten auch noch fliegen. Somit konnte ich noch zwei kurze aber sehr lehrreiche Flüge machen. Einer habe ich sogar mit einem Rückwärts-Start begonnen. Siehe dir den Start im Video an :)

 

 

18. und 19. HÖHENFLUG

Am 06.05.2018 hatten wir erneut das Glück des Wetters auf unserer Seite und es herrschten gemäss Prognose fliegbare Bedingungen. An diesem Tag entschlossen wir, aufgrund der Vorhersage, nach Mauborget zu fahren. Der Startplatz liegt nördlich von Yverdon am Neuenburgersee, mit einer super Aussicht, welche uns für die lange Anreise mehr als entschädigte. Für mich war das einmal mehr ein neuer Startplatz. Jedoch nach meiner persönliche Geländeeinschätzung, der beste Rollistartplatz den ich bis anhin gesehen habe. Das Gelände beginnt flach und wird zunehmend steiler, was perfekt ist um mit dem Stuhl - falls notwendig - einen sicheren und kontrollierten Startabbruch zu machen.

 

 

Auch wenn es auf diesem Bild so aussieht, an diesem Tag waren wir bei weitem nicht alleine am Startplatz. Mauborget ist nämlich ein beliebtes Delta-Flug Gebiet. Es war sehr beeindruckend zu beobachten wie die Deltapiloten starteten. Anschliessend startete ich zu meinem zweiten Höhenflug in diesem Jahr. Das gefühlt war einmal mehr einfach gigantisch :) Diese Freiheit zu spüren ist für mich jedes mal wieder Lebensfreude pur. An diesem Tag herrschten auch thermisch  gute Bedingungen, jedoch habe keinen Schlauch erwischt. Dies war mir jedoch bereits nach der Landung egal. Ich bin geflogen und hatte einen lehrreichen Flug :D

 

     

 

An diesem Tag kannten wir auch noch einen zweiten Flug machen. Es war ein super und lehrreicher Schulungstag mit der FLUSO in Mauborget. Mehr Eindrücke sind im Video festgehalten :)

 

17. HÖHENFLUG

Der 2. Mai war ganz ein besonderer Tag für mich. Nach nun über einem halben Jahr warten auf fliegbare Bedingungen soll es nun eindlich soweit sein :) Natürlich gab es seit November 2017 fliegbare Bedingungen, jedoch stimmte dann jeweils die Geländeeigenschaft nicht, da überall Schnee lag. Der Rolli und Schnee ergeben leider eine schlechte Kombination.

Aber am 2. Mai war der Schnee weg und die Bedingungen fliegbar :) Also machten wir uns auf den Weg richtung Interlaken im Berneroberland. Die Vorfreude auf den Flug war bei mir riesig und die Stimmung im Auto einfach grossartig. Mit dabei war auch eine Erstflüglerin, welche dem bevorstehenden ersten Höhenflug jedoch gelassen entgebgenblickte. Bei mir hingegen schlich sich unter die Vorfreude ein bisschen eine grössere Nervosität als sonst. Ich kannte jedoch den Startplatz Hohwald bereits von letzter Saison und wusste, dass dies ein perfekter Ort ist um den ersten Flug nach meiner langen Pause zu absolvieren. Dies gab mir wiederum eine innerliche Ruhe. Am Startplatz angekommen, mussten wir leider feststellen, dass sich auch der Nebel sich dazu entschieden hat vorbei zu schauen. Somit war Parawaiting angesagt.

 

 

Als sich der Nebel auflockerte machte ich mich bereit zum Start. Als dann der Talboden zu sehen war, beschloss ich zu starten und auf mein GO ging es los. Der Flügel stieg auf der rechten Seite etwas zögerlich, dies konnte ich jedoch problemlos korrigieren. Anschliessend rollte ich noch ein Stück und hob ab :) Wow was für ein tolles Gefühl! Nach gut 6 Monaten am Boden wusste ich fast garnicht mehr wie schön es da oben in Der Luft ist. Für mich fühlte es sich wie ein "nach hause kommen" an :)

 

 

 

Im Flug haben wir gleich diverse Flugmanöver geflogen, welche zu meiner Überraschung auf Anhieb wider sehr gut gelungen sind. Abgerundet haben wir das Ganze mit einer (fast) selbständigen Landeeinteilung. Resultat war ein nur knapp verfehlter Kreis und ein überglücklicher Simon. 

Dieses Foto braucht keine weiteren Worte mehr ;-)

 

 

 

12. HÖHENFLUG

Am Mittwoch dem 27.09.2017, Startete ich zu meinem zwölften Höhenflug. Der Rahmen des Schulungstages war aber etwas speziell, denn nicht nur wir von der FLUSO gingen an den Startplatz im Zürich Oberland, sondern auch ein Filmteam von SRF. Der Verein Wings for People, welcher unter anderem mir, das fliegen mit dem Rolli ermöglicht, arbeitet mit der FLUSO zusammen. An diesem Schulungstag wurde ein Trailer über das Fliegen mit Rädern gedreht :)

Dies war eine Gegenleistung von Wings for People gegenüber SWISSLOS, welche den Verein mit einem einmaligen Betrag unterstützte. Für Spektakel war also schon mal vorgesorgt. Das Filmset von SRF war schon von weitem zu sehen und zog dementsprechend alle Leute in der Umgebung magisch an. Ich persönlich fand es sehr interessant zu sehen, wie es hinter den Kulissen abläuft. Ich wurde nicht gefilmt und hielt mich dementsprechend im Hintergrund auf (hinten rechts). Aber Filmmaterial hat es trotzdem gegeben, meine Go-Pro war auch mit dabei ;)

 

 

Als die  Startszene abgedreht war, begann ich mit meinen Startvorbereitungen an einem, für mich, neuen Startplatz. Die Aussicht ist atemberaubend schön, und der Startplatz sehr leicht zugänglich. Ein Besuch auf der Alp-Scheidegg lohnt sich also alle Mal, auch als nicht Flieger.

Der Landeplatz (Hüebli) war für mich ebenfalls neu. Bei der Besichtigung von Start- und Landeplatz wurden aber alle Eigenheiten vom neuen Fluggebiet detailliert besprochen. Eines stand fest, dies ist für mich bis jetzt, bezüglich Platzverhältnissen, der kleinste Landeplatz. Zusätzlich gehen auch noch Hochspannungsleitungen in der Nähe vorbei, was für mich auch Neuland war. Diese haben natürlich ausreichend Abstand zum Landefeld, so dass ohne erhöhtes Risiko gelandet werden kann. Aber dennoch ist es für den Kopf etwas anspruchsvoller. Da wir aber die Landeeinteilung in den vorhergehenden Höhenflügen fleissig geübt haben, traute ich mir die Landung zu.

Der Start verlief problemlos. Da es noch Morgen war, hatte die Thermik noch nicht eingesetzt, dementsprechend wurde der Flug zeitlich etwas kurz. Ich flog mit genügend Höhe an die Position, damit die Landung sauber eingeteilt werden konnte. Diese verlief beinahe ideal, und fühlte sich auch super an. Da ich mit ausreichend Höhe von der Position weg flog, habe ich etsprechend eine Queranflug-Wiederholung geflogen. Von dieser bin ich dann etwas zu früh in den Endanflug eingebogen, was dazu führte, dass ich den Punkt etwas überflog.

 

 

Ich bin aber trotzdem sicher gelandet :) Die Freude über den tollen Flug stand mir ins Gesicht geschrieben :D

 

 

10. und 11. HÖHENFLUG

Der Sonntag 24.09.2017 war ein spezieller Tag für mich, denn der erste Höhenflug mit meinem eigenen Flügel stand auf dem Programm :) Um ein Gefühl für den neuen Flügel zu entwickeln, war ich am Tag zuvor mit der FLUSO am Übungshang. Es war grossartig, das Wetter meinte es gut mit uns und der Flügel fühlte sich super an. Also war ich nun bereit für den ersten Höhenflug mit dem Koyot 3.

 

Die Vorfreude war riesig. Am Sonntag morgen ging es also mit der Weissensteinbahn hoch bis zum Startplatz. Mit einem Lächeln im Gesicht legte ich den Flügel am Startplatz aus. Juhu, es ist soweit! Ich setzte mich in den Rolli und meine beiden Starthelfer, Jane und Marco, halfen mir bei den letzten Handgriffen. Als ich bereit war, kam der Wind, fast wie bestellt, schön von vorne. Ideale Bedingungen um mit dem Rolli zu starten. Auf  mein GO ging es los und kurze Zeit später war ich auch schon mit meinem eigenen Flügel in der Luft. 

Am Vorberg löste sich dann genau zum richtigen Zeitpunkt eine Thermik ab, und mit dem Fluglehrer am Funk, erwischte ich den Schlauch. Wow mein erster Thermik-Flug! Und das beim ersten Flug mit meinem eigenen Flügel. Einfach der Hammer! Es kam mir fast so vor, als wollte sich der Flügel bei mir bedanken, dass er  jetzt endlich Höhenluft schnuppern darf ;-) Er trug mich nämlich bis an die Wolkenbasis hoch :D Okey zugegeben, die Basis war an diesem Tag nicht sehr hoch, aber das Gefühl empor zu steigen war gigantisch :) 

Der Rest des Fluges war auch super und beim Landen verpasste ich den Kreis nur um wenige Meter. Fazit: Der Flügel ist nun eingeflogen :)

 

An diesem Tag waren die Bedingungen sehr gut, so dass wir noch einen zweiten Höhenflug durchführen konnten. Diesmal hatte ich mit der Thermik etwas weniger Glück, denn das Zentrieren wollte nicht mehr so gut gelingen. Jedoch konnte ich trotzdem etwas Höhe mitnehmen :) Den Flug habe ich dann mit der ersten eigenen Landeeinteilung abgeschlossen :)

 

Das Landebier schmeckte mir an diesem Tag besonders gut ;-)

 

 

 

   
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