35. bis 38. HÖHENFLUG

Was für ein Wetter-Glück! Am Samstag 08.09.2018 sagte die Wetter-Prognose, nach drei Wochen des Wartens, wieder Flugwetter. Es soll sogar an unserem Hausberg, dem Weissenstein, fliegen. Ich freute mich sehr auf diesen Tag, denn nun habe ich ja meinen eigenen Flugrolli, mit welchem das Flugerlebnis noch intensiver und schöner ist als mit dem Schulungs-Rolli. Heute stand also mein erster Start mit meinem eigenen Rolli am Weissenstein auf dem Programm. Wir fuhren hoch mit der Bahn und begaben uns an den Startplatz. Auch vor Ort waren die Bedingungen super. Also habe ich mich umgehend auf meinen Start vorbereitet und mein Rolli bereit gemacht. Nachdem ich den Flügel sauber ausgelegt hatte stieg ich in meinen Stuhl und die Starthelfer unterstützten mich bei den letzen Handgriffen. Als der Wind passte gab ich das Kommando zum los lassen und ich rollte an. Ein schönes Gefühl dies in meinem eigenen Stuhl zu erleben. Der Flügel stieg schön gerade, und kurze Zeit später war ich auch schon in der Luft. Was für ein magischer Moment :)

 

    

 

Als Manöver wollte ich heute den Seiten-Klapper üben. Nachdem die eine Seite des Flügels bewusst nach unten gezogen wird damit die Strömung auf dieser Seite abreisst, gilt es die noch fliegende Seite so zu stabilisieren, dass man immer noch gerade aus weiterfliegt. Dies ist in meinen Augen ein sehr wichtiges Manöver. Denn es kann passieren, dass man so ein Klapper auch unfreiwillig während des  Fliegens,  z.B. beim Verlassen einer starken Thermik, kassiert.  Durch das Üben lernt man wie man in so einer Situation reagieren muss, damit man Herr der Lage bleibt. Da ich heute das Manöver zum ersten mal fliege, war ich innerlich durchaus angespannt. Ich flog mit viel Höhe raus und dann kam auch schon der Funkspruch: Ok Simon du hast viel Höhe. Verlagere dein Gewicht nach links und zieh danach den rechten A-Tragegurt nach unten. Gesagt getan. Zu  meinem Erstaunen flog ich mehr oder weniger gerade aus weiter :) Anschliessend flog ich eine Weile so weiter und gab danach die rechte Seite des Flügels wieder frei. Ich war happy dieses Manöver geflogen zu haben. Denn mir wurde klar, nicht der Klapper ist gefährlich, sondern die lähmende Angst vor dem Klapper. Natürlich übten wir das gleich nochmals und nochmals. Es war für mich eine sehr Wertvolle Erfahrung, welche mir für zukünftige Flüge noch mehr Sicherheit geben wird, da ich nun am eigenen Leib erfahren habe wie man in so einer Situation die Kontrolle über den Flügel behält.

Der zweite Flug an diesem Tag war noch ein 30min Thermikflug welcher ich in vollen Zügen geniessen konnte :)

Am Sonntag waren die Bedingungen noch besser :D Auch am Sonntag konnte ich zwei Flüge absolvieren. Im ersten Flug übte ich den Doppelkreis, dieser gelang nicht schlecht. Im zweiten Flug hiess das Moto: Schau mal wie lange du oben bleiben kannst:)  Zuerst sah es nicht nach einem langen Flug aus, da ich es am Vorberg etwas vergeigt hatte. Ich fand aber noch Anschluss am "Bähndli SChluch" wodurch ich sogar den Startplatz überhöhen konnte :D Das erste Mal überhaubt :D Das war gigantisch für mich :D

 

    

 

Anschliessend erhielt ich die Freigabe vom Fluglehrer rüber zur Hasenmatt zu fliegen da ich "Atom " hoch war. Ok, es ist natürlich ein Katzensprung vom Weissenstein zur Hasenmatt zu fliegen, für mich war das aber eine ganz neue Erfahrung eine "Strecke" zu fliegen. Zuerst zögerte ich, denn ich hatte immer noch schönes steigen. Doch dann verliess ich den Schlauch und flog rüber :)  Anschliessend konnte ich sogar die Hasenmatt überhöhen. Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl :)

Nach 1h Flugzeit bin ich dann wieder sicher in Oberdorf gelandet. Ich strahlte übers ganze Gesicht :D Mein erster richtiger Thermikflug, mit einer kurzen Strecke und das Ganze noch in meinem eigenen Rolli :D Ich war wohl der Glücklichste Mensch auf Erden an diesem Tag :)

  

Mehr Eindrücke findest du im Viedo:

 

   
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